Nach dem auspacken und Einstecken meldet sich die Box am System an, und es werden alle nötigen Adapter und Input-Devices registriert.
[79687.192000] usb 5-2: new high speed USB device using ehci_hcd and address 6 [79687.324000] usb 5-2: configuration #1 chosen from 1 choice [79687.324000] DVB: registering new adapter (TerraTec/qanu USB2.0 Highspeed DVB-T Receiver). [79687.324000] input: TerraTec/qanu USB2.0 Highspeed DVB-T Receiver remote control as /class/input/input10
Allerdings benutze ich die Fernbedienung nicht, von daher werde ich da auch nicht näher drauf eingehen. Wie man die Fernbedienung nutzen kann, ist zudem von wesentlich diesbezüglich erfahreneren Leuten auf diversen Seiten in epischer Breite beschrieben worden.
Einrichtung der Sender
Kommen wir nun aber zur Einrichtung. Das Problem ist, dass es bis auf VDR nur sehr wenige Programme gibt, die gut mit DVB-T-Streams umgehen können. Das Problem sind die schlechte Verbreitung und die praktische (und theoretische) Nicht-Verbreitung von DVB-T in den USA, von wo immernoch die meiste Software herkommt :)
Aber auch hier ist mal wieder das Multitalent MPlayer gefragt, das ja praktisch alles abspielen kann, so auch - selbstverständlich will man da sagen - DVB-T. Allerdings nicht, ohne eine gewisse Vorbereitung, da MPlayer "ab Werk" natürlich nicht weiß, welche Frequenzen genutzt werden.
Hier kommt das Programmpaket dvb-utils ins Spiel. Wenn das Paket installiert ist, steht mittels des Programms "scan" die Möglichkeit bereit, die Datei "channels.conf" zu erzeugen, welche dann in "~/.mplayer/" abgelegt werden muss. Allerdings gibt es auch hier wieder das Problem, dass das Programm erstmal eine Frequenzen-Datei benötigt.
Da gibt es drei Möglichkeiten.
- Man besorgt sich über die Webrecherche eine entsprechende Datei für das jeweilige Bundesland, wobei sich inzwischen je nach Alter der Datei einiges geändert haben könnte, oder nimmt die Mitgelieferte Datei aus "/usr/share/doc/dvb-utils/examples/scan", welche aber nicht minder unaktuell sein wird.
- Auf ueberallfernsehen.de/ gibt es gut Versteckt ("Tipps und Tricks ..." -> "DVB-T-Leitfaden ..." -> Vorletzte Seite) eine Tabelle mit nötigen technischen Daten, welche man dann mit den Frequenzdaten von skyplus.seyen.de kombinieren muss, um sie die Frequenzen-Datei selbst zu schreiben. Aktuell aber umständlich.
- Als meiner Meinung nach sinnvollste Methode hat sich herausgestellt, das Script "dvbt-scanaid" von Johannes Bauer zu verwenden, zu bekommen auf johannes-bauer.com/dvbt/ unter "Schritt 4: Neue Software emergen".
Ich habe mich für die dritte Variante entschieden. So habe ich mit wenig Aufwand dennoch eine aktuelle Quelldatei. Nach dem Runterladen also entpacken, und mittels "bash Create_Scanning_Table" ausführen. Die beiden Fragen bejahen (Y drücken) und einen Moment warten.
Relevante Links
- http://www.vdr-wiki.de/wiki/index.php/LIRC
- http://www.linuxnetmag.com/de/issue6/m6lirc1.html
- http://de.gentoo-wiki.com/Lirc
- http://www2.informatik.hu-berlin.de/~ho...cts/howto/mpd-lirc-miniHOWTO.html#lirc
- http://www.fedorawiki.de/index.php/LIRC
- http://www.romanofski.de/docs/lirc
- http://wiki.ubuntuusers.de/Baustelle/Lirc
- http://www.mplayerhq.hu/design7/news.html
- http://www.ueberallfernsehen.de/
- http://www.skyplus.seyen.de/DVB-T.html
- http://www.johannes-bauer.com/dvbt/


Danke für die Ausführungen, die mir gut geholfen haben. Ich wäre auch weiterhin an Informationen zu diesem Thema interessiert. Z.B. habe ich mit mplayer Aufnahmeprobleme. Wenn ich den Stream als MPEG speichere, enthält die Datei am Ende Fehler, die sich beim späteren anschauen als kurze Sprünge bemerkbar machen. Demuxt man die mpeg-Datei mit ProjectX werden die Fehler auch angezeigt. Codiere ich während der Aufnahme gleich in x264, was ja erheblich CPU lastiger ist, kann ich diese Fehler nicht feststellen. Hier mal infohalber meine Codieroptionen, für eine “Livecodierung” während der Aufnahme.
mencoder dvb://ARD -oac copy -ovc x264 -x264encopts threads=auto:bitrate=896:subq=3:me=hex:frameref=3:bframes=3 -vf scale=464:352 -o test.avi -frames $((25*60*95))
Das kann mein 3GHz P4 gerade noch “verschaffen”. Am Ende habe ich eine noch gut anschaubare Datei, die ich auch mal einem Freund uploaden kann.
Grüße!
Also, bei „-oac copy -ovc copy“ habe ich keine Probleme mit fehlerhaften Dateien.
Da ich sowieso nachträglich noch alles schneide, und dann erst Kodiere (wenn die Datei nach dem gucken nicht sowieso in /dev/null verschwindet – Ich benutze es hauptsächlich, um tägliche Sendungen „gesammelt“ am Wochenende am Stück durchgucken zu können), ist mir das auch weniger wichtig.
Die „Sprünge“ könnten vielleicht von Streamfehlern kommen, die durch nicht immer ganz optimalen Empfang entstehen.
Ich bekomme bei deiner Zeile übrigens
„-x264encopts is not an MEncoder option“
Ja, dann war beim Kompilieren vom Mplayer x264 nicht installiert; kannst Du hier bekommen: ftp://ftp.videolan.org/pub/vid...snapshots/
x264 ist eine h264 Implementierung die frei verfügbar ist, allerdings aus Lizensgründen nur als Quellcode.
[...] Einstellungsmöglichkeiten von DVB-T mit MPlayer gibt es im icewind’s Blog von Dirk [...]
mencoder hat einen Parameter um die Laenge der Aufnahme von vornherein festzulegen.
Die Option
-endpos 5400
nimmt z.B. 90 Minuten Film auf.
Die Laenge der Aufnahme wurde hier in Sekunden angegeben. Geht aber auch anders. Wird ueblicherweise benutzt um bei einer zu kodierenden Datei den Endpunkt festzulegen, wenn man nicht die ganze Datei kodieren moechte.
Ich nehme an, aus diesem Grund findet das keiner.
— Auszug man mencoder —
-endpos
(siehe auch -ss und -sb)
Beende das Encodieren nach der angegeben Zeit oder Byteposition.
ANMERKUNG: Die Byteposition ist nicht exakt, da MEncoder nur an Bildgrenzen mit dem Encodieren aufhören kann.
BEISPIEL:
-endpos 56
Encodiere nur 56 Sekunden.
-endpos 01:10:00
Encodiere nur 1 Stunde 10 Minuten.
-endpos 100mb
Encodiere nur 100 MBytes.
Klasse, da muss man aber auch erstmal drauf kommen! *notier* Gut zu wissen, Danke :)
Moin Zusammen,
super Anleitung. Wie werden am Besten zeitgesteuerte Aufnahmen realisiert? Etwa über cronjob?
Gruß,
mmc0815
Ich mache es über cron. Bzw mycron, einen „optimierten cron-wrapper“, wenn man so will.