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Oder auch „BAM in ur face“. Oder, je nachdem, wie man es sehen will, auch in das Gesicht der OpenSource-Gemeinschaft. Ne, eigentlich nur in ATIs Gesicht. Nach Veröffentlichung des Kernels 2.6.30 nutzte ich ja notgedrungen radeonhd der praktisch unbrauchbar war, und kein 3D bot, noch nicht mal 2D richtig, aber das Leiden hat ein Ende!

Nein, ich habe nicht 300 Euro auf der Straße gefunden, und mir davon die fetteste Nvidia-Karte geholt, die ich bekommen kann (wobei das bestimmt mal lustig wäre, wenn die Lüfter nur nicht so laut wären *g*), sondern der unter Arch verfügbare catalyst-Treiber funktioniert nun wieder!

Die bisherige Version funktionierte nur, wenn man auch den Kernel patchen und selbstbauen würde (bzw würde das makepkg für mich machen). Hätte ich selbstverständlich machen können, aber nur wegen einem Grafikkartentreiber die Basis des Systems manipulieren? Ne, das wollte ich dann doch nicht.

Aber im Gegensatz zu ATI hat die Community es drauf. catalyst, der offiziell nur mit Kernel 2.6.28 läuft, läuft trotz ATIs Inkompatibilitätsbestrebungen nun auch mit 2.6.30! Gut, dazu bedarf es zwar fünf verschiedener Patches, und es gibt ein paar Fehlermeldungen des Treibers im Bezug auf den Kernel, aber catalyst läuft.

Und soweit ich das bisher testen konnte, auch stabil (sofern man catalyst als „stabil“ bezeichnen will).

OpenArena wieder mit limitierter Framerate, Phun rennt wieder wie vorher (wenn ich nicht gerade gefühlte dreihundert Trillion Trilliarden Kubikmeter – bzw. Quadratmeter, da Phun ja komplett 2D ist *g* – Wasser simulieren will … Aber das ging vorher auch schon nicht), und Videos werden nun wieder als Overlay (bzw. „textured“ dargestellt), ohne, dass ich das MPlayer erst explizit sagen muss.

Neuen Treiber installieren

Das Installieren des funktionierenden Treibers gestaltet sich unter Arch denkbar einfach, zuerst lädt man sich aus dem AUR die Pakete catalyst-utils und catalyst herunter, entpackt diese (Vornehmlich natürlich in /var/abs/local), und baut dann erst das „catalyst-utils“-Paket, und installiert dieses. Das wird von catalyst benötigt. Danach macht man das selbe mit catalyst, und sagt X in der xorg.conf, dass doch gefälligst catalyst als Treiber benutzt werden soll.

$ cd /var/abs/local
$ wget http://aur.archlinux.org/packages/catalyst-utils/catalyst-utils.tar.gz
$ tar xf catalyst-utils.tar.gz
$ cd catalyst-utils
$ makepkg
[…]
$ su
Passwort:
# pacman -U catalyst-utils-9.6-1-x86_64.pkg.tar.gz 
[…]
# exit

Sollten sich catalyst-utils oder catalyst nicht installieren lassen, einfach vorher libgl entfernen (pacman -Rd libgl), catalyst bringt selbst eine mit. Da catalyst eine Zicke ist, sollte man die Kiste dann neu starten, und eventuell sogar einmal komplett ausschalten. Danach kann man sich dann endlich wieder an der 3D-Beschleunigung, der exzellenten 2D-Beschleunigung und dem Video-Overlay erfreuen!

Dass diese Grafikkarte aber Entsorgt werden muss, darin besteht gar kein Zweifel. Ein Hersteller, der großkotzig „Linux-Support“ ankündigt („Does ATI suck?“), dann aber nur einen einzigen Kernel unterstützt, hat es einfach nicht verdient, ihn durch Verwendung seiner Karten zu unterstützen … Und dass es für den „Linux-Support“ von ATI fünf Patches aus der Community braucht, damit ATIs proprietärer Treiber überhaupt funktioniert, sollte ATI vielleicht mal zu Denken geben …

Auch wenn es das nicht tun wird.

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Der Beitrag wurde am 28. Juni 2009 veröffentlicht und unter Arch Linux, Bilder, Technisches, Wirres Zeug abgelegt.

2 Kommentare für „Bumm in dein Gesicht, ATI“

  1. Army sagt:

    Blöde Frage, aber führst du makepkg als root aus?!?!

    • Dirk sagt:

      Nein, makepkg wird als User ausgeführt. Es wird auch eine Fehlermeldung ausgegeben, wenn man es als root machen will. „/var/abs“ bekommt chmod 770 und die Besitzer-Zuordnung „root:abs“. Der User muss dann in der Gruppe „abs“ sein.

      Im Artikel war es nicht ganz richtig (aber es war ja auch schon mitten in der Nacht) :)

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0x7be.de – Dirk Sohler – https://0x7be.de/2009/06/28/bumm-in-dein-gesicht-ati/
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